Vader Down #1

Meine Begeisterung rund um den Charakter Darth Vader nimmt immer weiter zu. Mit jedem Comic den ich lese, mit jedem Hörbuch das ich höre, interessiere ich mich dafür, was dieser Mann alles erlebt hat. Die alte Trilogie bietet ja nur einen äußerst kleinen Ausschnitt aus dem Leben des Sith Lords. Ich würde mir wünschen, dass auch einmal ein Comic, vielleicht in Form einer Mini-Serie, erscheint, der die Zusammenarbeit zwischen Vader und Tarkin zeigt, bevor dieser mit dem ersten Todesstern seinen Untergang fand – die Zeit zwischen den beiden Trilogien ist noch relativ unangetastet – hier lässt sich mit Sicherheit noch einiges herausholen. Doch kommen wir zum eigentlichen Thema, dem ersten großen Crossover-Event der Star Wars Comics: Vader Down

  • Writer: Jason Aaron
  • Artist: Mike Deodato
  • Colorist: Frank Martin Jr.
  • Story: Jason Aaron & Kieron Gillen
  • Letterer: VC’s Joe Caramagna

“All I am surrounded by is fear. And dead man.” – Vader

In den bisherigen Comics haben wir immer nur einen kleinen Blick auf die wahren Kräfte von Darth Vader werfen dürfen. Hier mal ein zugegebenermaßen beeindruckender Kampf mit dem Lichtschwert, da mal ein gekonnter Einsatz der Macht. Doch sein volles Potential, haben wir bisher noch nicht gesehen. Dies könnte sich in den nächsten Ausgaben dieses tollen Events ändern. Doch was genau ist eigentlich die Prämisse:

Vader macht sich in seinem individualisierten T-Fighter auf, den Planeten Vrogas Vas zu erforschen, da er hier den Aufenthalt des Piloten vermutet, der den Todesstern zerstört hat und gleichzeitig sein Sohn ist. Luke ist zu dem Planeten gereist um den dortigen Jedi Tempel zu erkunden und mit dessen Hilfe doch noch zu einem echten Jedi-Ritter zu werden. Doch als Vader beim Planeten ankommt, überraschen ihn dort drei zufällig stationierte Geschwader X-Wings. Nach einem beeindruckenden Kampf, stürzen Vader und Luke auf dem Planeten ab und der dunkle Lord der Sith muss dort überleben – umzingelt von unzähligen Rebellen.

Die Geschichte erinnert stark an die Handlung von dem Buch “Lords of the Sith”, nur dass es hier Vader allein ist, der um sein Überleben kämpfen muss. Doch ich finde es spannend und durchaus passend, dass er, nachdem doch vieles mehr oder weniger gut gegangen ist, zeigen muss, was wirklich in ihm steckt. Straucheln haben wir ihn nämlich noch nicht wirklich gesehen. Ich bin sehr gespannt, wie der weitere Verlauf der Geschichte aussieht. Muss er sich auf dem Planeten irgendwo verstecken? Wird er verwundet und wir dürfen Zeugen seiner technischen Fertigkeiten werden? Die Erwartungen sind groß und ich bin mir ziemlich sicher, dass uns die beteiligten Künstler nicht enttäuschen werden, denn eines steht fest: Dies ist das bisher größte Highlight in der modernen Geschichte Vaders.

Die künstlerische Umsetzung ist genauso gelungen, wie die Geschichte selbst. Der ganze Comic ist durchdrungen von großen, meist halbseitigen Zeichnungen, die die Umgebung geschickt in Szene setzen und bei der Schlacht im Weltraum dazu beitragen, dass der Leser den Überblick nicht verliert. Was ich etwas gewöhnungsbedürftig fand, ist der Blickwinkel von zwei bis drei Zeichnungen, bei denen die Schiffe verzerrt erscheinen. Ich würde gerne wissen, warum es Mike Deodato so dargestellt hat. Doch bis auf diese Kleinigkeiten sind die Zeichnungen fantastisch. Auch die Farben sind toll ausgearbeitet. Am Boden des Wüstenplaneten, sind diese oft verwischt und halb transparent dargestellt, was eine interessante Stimmung beim Lesen hervorruft.

Ansonsten scheint es so, als dass wir innerhalb der nächsten sechs Ausgaben von Star Wars bzw. Darth Vader, so lange dauert das Event, sämtliche wichtige Charaktere hier antreffen werden. Es wird sicher nicht ausbleiben, dass der ein oder andere dies mit dem Leben bezahlt. Klar, unsere geliebten Helden wird es nicht treffen, doch es gibt genügend andere Figuren, die eingeführt wurden und die als Red Shirts dienen könnten, auch wenn deren Ableben mir nicht sehr gefiele.

Viel Vergnügen
Chris