The Walking Dead #163

Nach dem Ende des “Whisperer War” wurde bereits spektakulär angedeutet, welche Unbequemlichkeiten unsere Protagonisten als nächstes überstehen müssen: tausende von Walkern sind auf direktem Wege nach Alexandria und reißen alles mit sich, was sich ihnen in den Weg stellt.

The Walking Dead #163 – conquered

  • Creator, Writer: Robert Kirkman
  • Penciler: Charlie Adlard
  • Inker: Stefano Gaudiano
  • Gray Tones: Cliff Rathburn
  • Letterer: Rus Wooton

“An ocean of the dead” – Rick

Es ist das erste Mal, dass ich “The Walking Dead” als monatlichen Comic lese und nicht eine Hardcover Collected Edition in der Hand halte oder zumindest einen Handlungsbogen in einem Rutsch lese. Ich bin gespannt, wie sich diese Umstellung auf die Erfahrung der Geschichte auswirken wird. Die Umstellung wird mir allerdings etwas leichter gemacht, da es sich bei der Nummer 163 um eine Überlange Ausgabe handelt. Zum 25. Jubiläum von Image Comics, gibt es ein paar Comics günstiger – so bekommt man diesen für mickrige 0,25 Dollar.

Es ist schon erstaunlich, wie lange sich The Walking Dead bereits auf dem Comicmarkt behauptet und die Crew es trotzdem schafft weiterhin eine konstant spannende Geschichte zu erzählen. Es wird weder langweilig, noch scheinen Robert Kirkman die Ideen auszugehen. Ich bin sehr gespannt, wo die Reise weiter hingehen wird und welche Orte und Bekanntschaften die Protagonisten in den nächsten Ausgaben besuchen und meistern müssen. Doch erst einmal sehen wir uns den Marsch der Walker etwas genauer an.

Die Walker bestimmen diese Ausgabe wie keine anderer zuvor. Sie wurden in den letzten Geschichten immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Der Fokus lag einfach auf den zwischenmenschlichen Beziehungen und Problemen (allen voran natürlich Negan). Außerdem konnten es sich unsere Protagonisten in den letzten Jahren wirklich gut gehen lassen. Die Whisperer haben dies produktiv genutzt und eine unvorstellbare Menge an Walkern angesammelt – wo sie diese wohl alle gefunden haben? Nun haben sie sie nach Alexandria geschickt, um sich nicht selbst die Finger schmutzig machen zu müssen. Doch was können Rick und co. wirklich gegen sie ausrichten?

Zwar werden zwischendurch immer mal wieder die Walker gezeigt, doch erst am Ende sieht man die gewaltige Menge, die sich auf Alexandria zubewegt. Zuvor wird von den Charakteren immer wieder angesprochen, wie sich die Walker anhören. Es sind so viele, man hört sie Meilenweit, wie ein unaufhaltsames Meer strömen sie durch das Land. Eine unaufhaltsame Macht. Faszinierend ist auch, wie Charlie Adlard den Walkern eine eigene Physik zu geben scheint. Dies ist nicht als Kritik gemeint, sondern soll hervorheben, wie einzigartig sich die Welle bewegt. Durch Straßenschluchten hindurch, auf den Graben vor den Mauern Alexandrias zu – sie quetschen sich sogar durch das Tor (ein grausam herrlicher Anblick, den man sich nicht entgehen lassen sollte).

Wie sieht aber nun die Abwehrstrategie aus? Gibt es überhaupt eine? Erst einmal heißt es Schadenbegrenzung machen. Immerhin hat die Gruppe schon Erfahrungen darin gemacht, große Walkerherden durch die Gegend zu navigieren – vielleicht gelingt es ihnen auch dieses Mal, genug von ihnen weg zu locken. Außerdem steht Rick eine nicht sehr angenehme Erkenntnis bevor: Er muss sich mit Negan verbünden. Ansonsten scheint ein Überleben aussichtslos.

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