Valiant: Act One (6 von 16)

Peter und Faith benötigen Unterstützung, um sich gegen Toyo Harada und seine Armee an Harbingers durchsetzen zu können. Dabei müssen sie unter anderem lernen, wie man als Team am besten zusammenarbeitet. Außerdem bekommen wir jede Menge Hintergrundgeschichten geliefert, die uns die Charaktere näher bringen sollen.

Harbinger Volume 2: Renegades

  • Ausgaben #6 bis #10
  • Writer: Joshua Dysart
  • Artists: Phil Briones, Andrew Hennessy, Barry Kitson, Lee Garbett, Khari Evans, Pere Péres, Matthew Clark, Álvaro Martinez, Dimi Macheras, Brian Thies, Stefano Gaudiano
  • Colorist: Ian Hannin, Dan Brown
  • Letters: Rob Steen

“This man can do everything. Kill anyone. affect everything. And I aks myself, why is it considered heroic when a person with great power decides what’s right for the rest of us?” – Kris

Jedes Volume und jeder Comic von Valiant ist auf dem Cover mit ein oder zwei Zitaten von Reviews bedruckt, die die Reihen immer wieder loben und preisen. Dies kann man nun als arrogant verstehen oder als künstlichen Push, um sich von anderen abzusetzen, doch bei Valiant ist dies durchaus gut begründet, jede Geschichte hat bisher immer noch einen drauf gesetzt. Sie entwickeln fantastische Charakter, mit nachvollziehbaren Motiven und lassen sie in Geschichten interagieren, die einen an die Seiten fesseln. So auch Harbinger Volume 2:

Nach den Geschehnissen der letzten Storyline ist Peter ziemlich schwer verwundet und auch wenn er sich selbst schnell heilen kann, benötigt er mehr Zeit als sonst. Dies ist auch der Grund warum er und Faith Alu-Hüte tragen, da so Harada sie nicht entdecken kann. Eine ziemlich cool und lustige Idee, dieses Meme an dieser Stelle aufzugreifen. Während sich Peter also regeneriert, schmeißt Faith aka Zephyr in ihrer bekannt positiven Art den Laden und rekrutiert Kris. Nachdem sie den Zustand sieht, indem sich Peter befindet und Peter sein endloses Selbstmitleid einstellt, erklärt sie sich bereit ihnen zu helfen. Doch nur unter einer Bedingung: Sie überfallen mit Peters Kräften eine Bank.

Wir erfahren am Beginn der Geschichte, dass Kris Vater einen Schlaganfall hatte und sich die Krankenhausrechnungen nur so stapeln. Sie will ihrer Familie helfen und gleichzeitig Harada eines auswischen. Ein Banküberfall ist dazu die perfekte Gelegenheit. Es ist schon beeindruckend, welch strategischen Talente sich in Kris befinden, doch sie wurde auch von Anfang an als kleines Genie eingeführt, so überrascht es nun nicht, dass ihr dies alles eigentlich recht reibungslos gelingt. Lediglich Haradas Einfluss und Macht auf die Medien hat sie unterschätzt. Frei von vergangenen Bürden macht sie sich nun mit Peter und Faith auf den Weg um neue Leute in ihre Gruppe zu holen, die ihnen Helfen. Eine Liste von Latents (also Menschen mit Fähigkeiten, die aber erst aktiviert werden müssen) hat sich Peter von Rachel “beschafft”.

Zuerst machen sie sich auf den Weg zu Charlene. Bei ihr handelt es sich um eine Stripperin, die in ihrem Leben ein paar falsche Entscheidungen getroffen hat und dabei bei einem Freund gelandet ist, der mehr oder weniger mit ihr tut (und manchmal auch tun lässt) was er will. Da kommt das dreier Gespann gerade recht. Zwar stellen sie sich sehr ungeschickt an, was das Ansprechen ihrer Absichten anbelangt, an der Nummer sollten sie wirklich noch etwas schrauben, aber sie überzeugen Charlene schließlich sie zu begleiten. Die Aktivierung ihrer Fähigkeiten ist äußerst beeindruckend. Sie kann Flammen kontrollieren und ist mehr oder weniger eine weibliche menschliche Fakel.

Was an der Geschichte mit ihr beeindruckt ist, dass man sie quasi von Kindheit an kennen lernt und wie langsam sie in die Szene hinein rutscht, ihre Eltern sie verstoßen und so weiter. In einer späteren Ausgaben lernen wir dann die Geschichte von Faith: Sie hat früh ihre Eltern bei einem Autounfall verloren und ihre Leidenschaft für Comics, Superhelden, Serien und Filme von ihnen übernommen und dabei auch ihre immense Sammlung. Was ich damit sagen will ist, dass es Valiants Autoren verstehen, die Hintergründe zu den Charakteren, im richtigen Moment zu erzählen. Nicht einfach mit dem Charakter ihre bisherigen Erlebnisse Revue passieren zu lassen, sondern dann, wenn es zur Geschichte passt. So macht es sehr viel mehr Spaß dies alles zu entdecken und kennen zu lernen. Zwar hatte ich dann kurz Angst um Faith, vielleicht lernen wir ja gerade jetzt so viel von ihr, weil sie uns nicht mehr lange erhalten bleibt, doch das hat sich zum Glück als nicht richtig heraus gestellt.

Ihr letzter Rekrut ist J. Torkelson. Dieser lebt bei seinem Bruder und hat eine Fehlbildung an der Muskulatur seiner Beine, wodurch er nicht in der Lage ist zu gehen. Aber er hat eine sehr reale Fantasie und kann Welten erschaffen. Nachdem Peter auch seine Kräfte aktiviert hat, kann er sich in seine eigens entwickelte Figur verwandeln. Einen gewaltige Statur von einem Mann, der übermäßig stark und strapazierfähig ist. Jedoch hat er noch Probleme zu unterscheiden was real und was Einbildung ist – so lange hat er sich in seiner Traumwelt aufgehalten.

Natürlich darf auch ein großer Kampf mit den Handlangern von Harada nicht fehlen. Sie verwüsten sehr viel von der Umgebung und schenken sich nichts. Auch einen alten Bekannten sehen wir wieder: Mr. Tull.

Harbinger überzeugt weiterhin auf ganzer Linie und nach der nächsten Storyline von Bloodshot steht auch schon das erste Crossover des Valiant Universums an: The Harbinger War.

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