Star Wars #13

Weiter geht es mit dem dritten Teil vom großen Star Wars Crossover “Vader Down”. Hier sehen wir überraschenderweise wenig vom Titelgebenden Antagonisten und stattdessen wird den Nebenfiguren dieser Geschichte erlaubt sich zu Entfalten. Wie wirkt sich dies auf dies Geschichte aus und was treibt eigentlich Aphra die ganze Zeit?

  • Writer: Jason Aaron
  • Artist: Mike Deodato
  • Colorist: Frank Martin Jr.
  • Letterer: Chris Eliopoulos
  • Cover: Mark Brooks
  • Editor: Jordan D. White

“BRIP WUDDA TWEET FWEEOO BRRRRP” – R2D2

©Marvel
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In dieser Ausgabe stehen eindeutig die Droiden im Vordergrund. Nachdem Luke von Aphra und ihren Kompagnons überwältigt wurde, ist R2 auf sich allein gestellt und versucht selbstverständlich seinem Freund zu helfen. Dies gipfelt in einer toll inszenierten Auseinandersetzung zwischen ihm und BeeTee, so die umgangssprachliche Bezeichnung von Aphras Astromechdroiden. Leider ist dieser sehr viel mehr auf Offensive ausgelegt als unser kleiner Freund.

Tripple-Zero auf der anderen Seite darf sich um den ohnmächtigen Luke kümmern, aber leider nicht auf die Art und Weise wie er es möchte, da Vader den Jungen lebendig und unversehrt haben möchte. Es wird deutlich, dass dieser Protokolldroide alles andere als ein netter Gefährte ist. Wie auch schon in den anderen Ausgaben von Star Wars und Darth Vader, ist er ein Spezialist auf dem Gebiet der Folter und mit einem unstillbaren Durst nach Blut programmiert worden. Dabei redet er genauso viel wie C3PO und kennt auch witzige Formulierungen und schlagkräftige Antworten auf Bedrohungen, womit er zu einem festen Bestandteil der Comics wurde, wie alle anderen Charaktere auch und ich hoffe er wird uns an der ein oder anderen Stelle wieder begegnen.

Die Nebenhandlung um Leia und Han, gefällt mir auch besonders gut, da sie noch einmal verdeutlicht, wo die Prioritäten der beiden liegen. Wo Han eher seinem Freund helfen möchte, schreitet Leia an die Front um Darth Vader ein für alle mal zu erledigen. Dieser Konflikt der beiden, wir befinden uns gerade einmal nach den Ereignissen von Episode IV, stellt klar, dass sie sich bisher noch nicht so gut kennen und erst eine Beziehung untereinander aufbauen müssen – dies schließt auch Luke mit ein, der ja bekanntlich eher allein unterwegs ist, um auf den Spuren von Ben Kenobi die Wege der Jedi zu erkunden.

Die Zeichnungen der Ausgabe gefallen mir wie immer sehr gut. Sie liefern tolle Einstellungen und die doch im Vergleich zu früheren Ausgaben, kleineren Schauplätze sind gut gewählt. Damit konzentriert sich die Story auf die Konflikte der Charaktere, die toll inszenierten Kämpfe. Es tut der Serie gut, einmal etwas Abstand von Vader zu nehmen und den Nebencharakteren mehr Handlungsspielraum zu geben. Somit entwickelt sich die gesamte Geschichte deutlich weiter und wirkt dynamischer. Mal sehen, was uns in der nächsten Ausgabe erwartet.

Viel Vergnügen
Chris