Justice League #51

Wir haben uns Antworten erhofft. Eine Fortsetzung der Geschichte aus dem Rebirth Special. Einen Schlagabtausch zwischen der Justice League und Dr. Manhattan, der die Welt zum erzittern bringt. Uns in ein neues Zeitalter führt, wie es das DC Universum noch nicht gesehen hat. Einen Kampf, der den Darkseid War der letzten 12 Ausgaben wie einen Kindergeburtstag aussehen lässt und die Erde in ein Schlachtfeld verwandelt. Planeten würden aus der Bahn geschleudert, Helden stürben und Zivilisten nach Erlösung betteln. Doch was wir geliefert bekommen ist eine Geschichte, die uns zurück an den Anfang führt. Zurück zum Beginn der new52. Es ist die persönliche Geschichte eines unerwarteten Charakters und zeigt, dass manchmal auch Helden straucheln.

  • Writer: Dan Abnett
  • Penciller: Paul Pelletier
  • Inker: Sandra Hope
  • Colorist: Adriano Lucas
  • Letterer: Carlos M. Mangual

“Batman brought you in. Batman trusts you. Batman chose you to work with him. That makes you pretty damn scarry, too.” – Cyborg

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Zugegeben, die Einleitung war etwas übertrieben, aber was sollte auf ein Event wie dem Darkseid War, der die Justice League an ihre Grenzen gebracht hat und sie zu wahrhaftigen Göttern machte noch folgen. Es sind immerhin nur mehr zwei Ausgaben, bevor auch sie eine Wiedergeburt durchmachen müssen, damit sie ins neue Rebirth-Roaster passen. Dan Abnett legt hier, so wie es aussieht die Grundsteine für die weiteren Abenteuer, die die Helden zukünftig bestehen müssen. Gleichzeitig schafft er es aber, dass die Kampfhandlungen in den Hintergrund rücken und etwas viel fundamentaleres in das Zentrum der Geschichte rückt: die Zweifel und Unsicherheiten eines Dick Grayson.

Die Handlung bringt uns, wie bereits erwähnt, zu den Anfängen der new52 – um genauer zu sein sechs Monate nach dem Flashpoint-Event (dessen Review ich euch immer noch schuldig bin). Zu dieser Zeit kennen sich unsere Helden erst seit sechs Monaten. Flash, Green Lantern, Superman, Cyborg, Wonder Woman und Batman sind in ihrem Hauptquartier. Da stellt ihnen der dunkle Ritter seinen Sidekick Robin aka Dick Grayson vor. Es muss schon sehr einschüchternd sein, als junger Mann oder junger Erwachsener diesen Helden mit ihren fantastischen Fähigkeiten gegenüberzustehen. Nun soll er also mitmachen und ihnen bei ihrem nächsten Einsatz unterstützen.

Doch was ist der nächste Einsatz? Riesige Roboterhunde greifen Metropolis an, genau an der Stelle, wo auch Darkseid ein paar Monate zuvor gewütet hat. Bei ihrem Sieg über ihn, haben sie einen Riss in die Raumzeit geschlagen, den nun andere nutzen, um in ihre Realität zu gelangen. Unter anderem ein bösartiger, muskulöser Riese und ein friedfertiger Mann namens Bron Wox, vom Planeten Yod-Colu. Während sie also eine Lösung für ihre Probleme suchen und Cyborg mit Green Lantern versucht den Riss wieder in Ordnung zu bringen, zweifelt Robin an seinen Fähigkeiten. Genauer zweifelt er an dem Nutzen, den er für das Team hat. Was ist die Rechtfertigung für seine Anwesenheit? Bei Unterhaltungen zwischen ihm und Cyborg bzw. Green Lantern beweist er sein Intelligenz und Kombinationsfähigkeiten. Es braucht keine übernatürlichen Fähigkeiten, sondern Sinn, Verstand und Selbstvertrauen. Dies wird wunderbar in wenigen Panels nur all zu deutlich dargestellt. Auch Batmans Plan für Dick ist sehr weitsichtig, geradezu beeindruckend und es bleibt spannend, ob dieser in den nächsten Monaten seine Umsetzung findet.

An dieser Ausgabe erkennt man schon, dass sich DC umorientiert hat und es jetzt um tiefere Werte geht. Werte wie Familie, Beziehungen, Zugehörigkeit und Entwicklung. Dinge, die man manchmal etwas vermisst hat, seit die new52 2011 in Erscheinung getreten sind. Was auch noch angedeutet wird in #51, ist ein Villain, der sich darauf vorbereitet die Justice League zu attackieren. Er beobachtet sie, studiert sie. Allerdings hält er sich noch für zu schwach und wartet weiterhin ab. Interessant ist dabei, dass er sich scheinbar in einem Raum im Multiverse befindet, da er die Erde immer als “Earth Prime” bezeichnet. Fünf Jahren werden also ins Land ziehen bis er tatsächlich tätig wird und ich hoffe, dass wir ihn in ab Justice League #1, welches Mitte Juli erscheinen wird, erleben dürfen…