Darth Vader #13

Die Geschichte des ersten großen Crossover-Events im Star Wars Comic Universum geht mit dieser Ausgabe weiter: Vader Down Part 2. Das Cover strahlt schon dieses gewisse Etwas aus. Vader hat die Rebellen in seinem Griff, die gesamte Flotte wird ihm entgegengestellt. Doch wann kommt der Punkt, wo er die Kontrolle verliert? Nicht nur über die Situation, sondern über sich selbst – sehen wir schon erste Anzeichen in diesem Heft?

  • Writer: Kieron Gillen
  • Artist: Salvada Larroza
  • Colorist: Edgar Delgado
  • Story: Jason Aaron & Kieron Gillen
  • Letterer: VC’s Joe Caramagna
  • Editor: Jordan D. White

“Bleed whole worlds dry, rebels. You will not keep me from the boy.” – Darth Vader

©Marvel
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An der Geschichte gefällt mir besonders gut, dass wir direkt dort ansetzen, wo “Vader Down #1” aufgehört hat. Dadurch hatte ich von Anfang an das Gefühl, Teil einer größeren Geschichte zu sein, die eben nicht zwischen zwei Einbände gepresst wurde, sondern darüber hinausgeht.

Die Schlacht ist so gut wie im Rahmen eines Comics möglich dargestellt. Das hört nun beinahe so an, als ob man zu einem Kind sagt: “Na, dass hast ja gut gemacht!” Allerdings hatte ich so große Erwartungen an die Auflösung dieses Konfliktes, dass ich nicht anders konnte, als ein wenig enttäuscht zu werden. Ich mahlte mir die schönste und größte Schlacht aus – doch ich wurde positiv überrascht, so wie sie schlussendlich dargestellt ist.

Zur Erinnerung: Vader ist umzingelt von Rebellen. Diese sind militärisch alles andere als schlecht ausgestattet und setzen sogar diverse Fahrzeuge gegen ihren Widersacher ein. Als es dann schließlich los geht, verwandelt sich die gesamte Wüste ein eine Wolke aus Sand und Staub, niemand sieht die Hand vor Augen. Dennoch wird ohne Rücksicht auf Verluste versucht, den Sith-Lord zu treffen. Atmosphärisch toll gemacht und die Positionierung Vaders, unbeeindruckt in der Mitte, ist ein genialer Schachzug. Er wehrt alles ab, was man ihm entgegenbringt. Diese Szene hat mich wieder einmal an ein paar Passagen aus dem Buch “Lords of the Sith” erinnert, dass ich nur jeden ans Herz legen kann.

Teilweise hatte ich das Gefühl bei den Nebenhandlungen, dass diese eine Art Füller sind, um das Heft dann doch noch voll zu bekommen und nicht nur Vader in der Schlacht zu zeigen. So positionierne sich die anderen Charaktere für den nächsten Schlagabtausch. Es werden Motive und Konflikte erläutert, außerdem tritt Luke endlich mal wieder auf. Es ist gefühlt eine Ewigkeit her, seit wir ihn tatsächlich das letzte Mal sahen. Er und R2 sind einfach ein Dreamteam und ich hoffe auf zukünftige Ausgaben, wo nur die beiden im Mittelpunkt stehen, so wie schon in der Ausgabe, wo sie Bens Tagebuch suchten.

Während sich Luke und Vader immer weiter annähern, stellt sich mir auch die Frage, ob sich die beiden wohl tatsächlich schon vor “The Empire Strikes Back” begegnet sind. Unter Fans ist dies eine hitzig diskutierte Frage, denn wenn ja, ändert dies etwas an dem brachialen Aufeinandertreffen im Film? Es ist eine interessante Frage über die man länger nachdenken kann. Außerdem ist dies eine gute Gelegenheit den fünften Teil mal wieder anzusehen.

Die Zeichnungen des Comics sind wieder fantastisch. Die klaren Darstellungen schaffen einen guten Überblick über das Geschehen und die Farben sind hell und passen zur Umgebung. Hervorheben möchte ich hier die Mimik der einzelnen Charaktere. Im besonderen Han und Leia. Deren Gesichter werden bei einem Dialog so toll dargestellt und Salvador Larroza hat sich ganz klar an den Filmen orientiert, denn die gesamte Körpersprache der beiden Figuren, stimmt beinahe perfekt mit dem Film überein und man hört quasi die Stimmen im Kopf, während man den Comic liest. Zwar passen auch sonst die Zeichnungen wunderbar zu den Schauspielern, doch hier ist es mir am deutlichsten aufgefallen – Danke an den Künstler für diese Erfahrung.

So geht auch der zweite Teil des Crossovers zu Ende und ich bin sehr gespannt, wie es schließlich weitergehen wird.

bis demnächst
Chris