Star Wars: Darth Vader #14

Das Crossover-Event zwischen “Star Wars” und “Star Wars: Darth Vader” geht weiter. Mit dieser Ausgabe befinden wir uns im vierten Kapitel der sechsteiligen Geschichte rund um das Bestreben der Rebellen, Darth Vader den Gar aus zu machen. Letztes Mal stand Leia allein dem Sith Lord gegenüber und genau hier, wird die Geschichte auch fortgesetzt…

  • Writer: Kieron Gillen
  • Artist: Salvador Lauoca
  • Colorist: Edgar Delgado
  • Story: Jason Aaron & Kieron Gillon
  • Letterer: VC’s Joe Caramagna
  • Editor: Jordan D. White

“This is most undignified” – C-3PO

Quelle: http://starwars.wikia.com/wiki/Star_Wars:_Darth_Vader_14:_Vader_Down,_Part_IV
Quelle: http://starwars.wikia.com/

Dieses ikonische Aufeinandertreffen zwischen Darth Vader und Rebellenführerin Leia gehört wohl zu den seltsamsten Ereignissen, die mir in letzter Zeit begegnet sind. Beider Verhalten ist irritierend und basierend auf der bisherigen Handlung, welche sich durch stringente Charakterzeichnung und gute Action hervortat, hätte ich mir von diesem Moment eigentlich mehr erwartet. Nachdem Leia ihrem Feind gegenübersteht, beginnt sie ihm einfach wegzulaufen – direkt in einen kleinen, aufkommenden Sandsturm hinein. Statt sie einfach aufzuhalten, lässt sie der Sith gehen und folgt ihr gemächlich, jedoch mit aktivierten Laserschwert. Ich hatte mir hier eine bessere Lösung erwartet, wie zum Beispiel eine intensive Streiterei über ihre Prinzipien, einen vergeblichen Angriffsversuch der Prinzessin, egal was, aber diese Reaktion von Leia passt so gar nicht in meine Vorstellung der toughen Anführerin, die selbst Luke links liegen lässt um Vader zu erwischen.

Sie erhält allerdings eine zweite Chance, denn da sie Vader fliehen lässt hat sie Zeit ihre Kollegen anzufunken und ihnen mitzuteilen, sie sollen auf ihr Zeichen hin alles was sie haben in ihre Richtung feuern. Dieser Moment hätte etwas heroisches, wäre er besser vorbereitet gewesen. Leider werden allerdings die erhofften Bombardements von einem imperialen Truppenführer namens Commander Karbin vereitelt. Dieser Charakter scheint sehr interessant, da er selbst ein Lichtschwert führt und zur selben Rasse gehört, wie General Aqua aus der Originalen Film-Trilogie.

Die anderen beiden Handlungsstränge sind dagegen um einiges besser. Viele Pluspunkte sammeln dabei wieder einmal die Droiden. C-3PO, 0-0-0 und BT-1 – wie sie alle mit offiziellem Namen heißen – haben eine sehr humorvolle Szene, die genau die Natur eines jeden von ihnen trifft. Bald dürfte unser goldener Freund sogar einen eigenen One-Shot spendiert bekommen, auf den ich bereits sehr neugierig bin. Vielleicht erläutert dieser ja, wie er zu seinem roten Arm kommt, den wir in “The Force Awakens” sehen.

Auf der anderen Seite haben wir dann noch Han und Chewie, die Luke retten. Auch hier sind die Charaktere wunderbar getroffen und besonders Han Solo gefällt. Seine Sprüche und Gestik sind einfach unschlagbar. Bevor sie allerdings Leia helfen können, attackiert sie der Kopfgeldjäger Krrsantan. Hier handelt es sich um einen ziemlich großen muskulösen Wookie und wie es hier weiter geht, erfahren wir leider erst in der nächsten Ausgabe.

Die Zeichnungen sind wie immer in den Star Wars Comics hervorragend. Besonders gefallen mir die einzelnen Charaktere – sie sind mit so viel Liebe zum Detail gezeichnet, das es einfach Spaß macht, die Abenteuer mit ihnen zu erleben.

Leider verleiht der erste Teil der Geschichte dem Ganzen einen fahlen Beigeschmack. Es passt nicht zum Gesamtbild, des sonst so gut ausgearbeiteten Comics. Die neuen Charaktere, besonders Commander Karbin, erfüllen wie es scheint auch nur den Zweck eines Deus-Ex-Machina. Natürlich sollte man nicht urteilen, bevor nicht die Geschichte abgeschlossen wurde, doch derzeit wirken sie wenig zur Handlung passend, da sie wie aus dem nichts auftauchen.

bis demnächst
Chris