Geek Week 39/2015

Diese Woche habe ich weniger News herausgesucht, die etwas einschneidend neues Verkünden, als eher solche, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Dabei kreuzen wir Star Wars, das DC Universum von “The CW” und den Joker. Außerdem gibt es wieder einen Film der Woche…

Star Wars

Als ich die verschiedenen News von moviejones.de bezüglich des Star Wars Universums gelesen habe, wusste ich anfangs nicht, ob ich lachen oder heulen soll. Zuerst eimal gibt es das Gerücht, dass niemand geringeres Hayden Christensen persönlich als Darth Vader für einen der kommenden Ableger zurückkehren soll. Solange man ihn unter ein Kostüm steckt und James Earl Jones die markante Stimme spricht, habe ich nichts dagegen. Doch bitte bringt ihn nicht als Anakin zurück. Ich glaube, ich würde das Kino verlassen, wenn er auf der Leinwand erscheint. Kann natürlich sein, dass er sich gebessert hat und nicht mehr so seltsam rüber kommt, doch ich würde es nicht riskieren wollen. Solange er aber unter dem Kostüm steckt, bin ich dabei, allerdings könnte man dann auch jeden anderen Schauspieler engagieren. Im Moment hilft also nur hoffen, um nicht zu sagen: Möge die Macht mit uns sein!

Die gute Nachricht in diesem Artikel ist, dass Benicio del Toro im achten Teil der Star Wars Reihe mitspielt. Ich mag ihn sehr und besonders als The Collector hat er es mir angetan. Es bleibt in jedem Fall spannend, welche Rolle er übernimmt und auf welcher Seite er schlussendlich steht. Vielleicht arbeiten sie ja an einem ähnlichen WTF-Moment wie in “The Empire Strikes Back”? Was ich an dem Punkt unfassbar finde, ist die Tatsache, dass auch zu diesem Film bereits die Dreharbeiten angelaufen sind. Disney macht ernst und beglückt uns mit vielen Star Wars Filmen. Es geschieht so viel und es werden auch immer neue News veröffentlicht, womit scheinbar der Startpunkt des Ganzen, JJ Abrams Episode VII, in den Hintergrund rückt. Ich freue mich erstmal auf diesen und vertraue dem Regisseur, dass er den alten Flair und das magische Gefühl der alten Trilogie einfangen kann.

“The CW” Serien Universum

Der Sender “The CW” scheint das Marvel des DC Universums zu sein. Jedes Jahr erweitern sie ihr Portfolio an DC Helden immer weiter und schaffen es dabei, sogar solche Helden gut zu verkaufen, die vielleicht nicht jeder auf Anhieb kennen mag. Nach Arrow haben sie The Flash sehr erfolgreich zum Leben erweckt und nun folgt mit den “Legends of Tomorrow” eine weitere Serie. Supergirl ist zwar nicht direkt beim Sender angesiedelt, aber auch unter dessen Mutterkonzern zu finden, wodurch Überschneidungen nicht in all zu weite Ferne rücken.

Es schauen auch immer mal wieder Charaktere für die ein oder andere Episode vorbei und ziehen dann wieder ihrer Wege, so wie es in Arrows vierter Staffel mit Constantine der Fall sein wird.

Vor allem die Crossover haben sie bisher zum Großteil sehr gut hinbekommen und sie wirken nicht wie reiner Fanservice. Man kann sich zwar über das letzte Finale von Arrow streiten, doch die Crossover Episoden, welche nun traditionell immer in der achten Folge einer Staffel stattfinden werden, haben sicher großes Kultpotential. Vor allem zeigen sie die unterschiedlichen Stimmungen und Herangehensweisen einer jeden Serie. Ich bin gespannt, wie dies mit “Legends of Tomorrow” wird und ob hier ebensoviele Überschneidungen stattfinden. Der Zeitreise-Aspekt könnte dies etwas schwieriger gestalten, doch es ist auch schön, wenn sie zuerst beweist, dass sie auf eigenen Beinen stehen kann.

Der folgende kurze Promo Clip macht noch einmal deutlich, wie aufregend dies auch für die Schauspieler sein kann, an so vielen Projekten mitzuarbeiten und falls ihr euch anschließend fragt, wo ihr die Serie Vixen findet, ist die Antwort: Unter diesem Link. Es handelt sich hier um eine Animationsserie, wo ebenfalls die Hauptdarsteller der Live-Action-Serien ihren Charakteren die Stimme leihen. Sehr empfehlenswert.

Joker

Der Joker treibt sein Unwesen nun schon seit 75 Jahren und ist damit genauso lange in den Comcis zu finden, wie Batman selbst. Auf comicvine.com habe ich eine schöne Grafik gefunden, die die optische Entwicklung des Antagonisten zeigt und berücksichtigt dabei sowohl die Comics, als auch die Serien und Filme. Eine faszinierende Entwicklung und es ist deutlich zu erkennen, wie zwar die Grundzüge über die Zeit gleich bleiben, doch die Details machen hier den Unterschied und verleihen jeder Inkarnation ein gewisses Etwas.

Empfehlungen:

Bevor ich nun zum Film der Woche komme, noch zwei kurze Empfehlungen. Zum einen ein ausgiebiges, doch durchaus interessantes Interview mit Ryan Reynolds und der Trailer zum neuesten Joseph Gordon Levitt Film “The Walk” (allein die Anfangssequenz im Trailer ist unheimlich gut gemacht und den Streifen möchte ich auf keinen Fall verpassen):

Film der Woche: Watchmen (Ultimate Cut)

“You see, Doctor, God didn’t kill that little girl. Fate didn’t butcher her and destiny didn’t feed her to those dogs. If God saw what any of us did that night he didn’t seem to mind. From then on I knew… God doesn’t make the world this way. We do.” – Rorschach

Ich habe mich mal wieder dazu entschlossen “Watchmen” anzusehen, denn den habe ich, wenn ich mich nicht recht irre, zuletzt im Kino gesehen und das ist nun doch schon wieder einige Zeit her. Wenn man dann schon so einen Film nachholt und dieser auch noch in drei Schnittfassungen vorliegt, dann muss man auch gleich die längste nehmen und in den vollen Genuss zu kommen. So habe ich mich also für die dreieinhalb Stunden Version entschieden und ich muss sagen: Es hat sich ausgezahlt!

Allein die tollen Kameraeinstellungen, die stimmungsvollen Zeitlupensequenzen, die passende Musik und die überzeugenden Darsteller, allen voran Rorschach, machen den Film zu einem Highlight der Comicverfilmungen. Ich verstehe nicht ganz, warum der Film so sehr zerrissen wird, zumindest zum Teil, oder an den Kinokassen so gar nicht erfolgreich war. Es ist ein guter Film, der aufzeigen will, was aus Superhelden wird, nachdem sie die Welt nicht mehr benötigt oder nachdem sie beschlossen haben, das Cap an den Nagel zu hängen. Jeder geht auf seine eigene Art und Weise mit dem um, was er über die Jahre erlebt hat. Doch Watchmen geht darüber hinaus und versucht die komplexen Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren zu beleuchten. Ich muss allerdings gestehen, dass ich bisher noch nicht dazu gekommen bin die Comicvorlage zu lesen, doch allein von filmischen Aspekten aus betrachtet, finde ich ihn gelungen und überzeugend.

Die Zwischensequenzen um den Piratencomic, der von einem jungen Mann auf der Straße, neben einem Kiosk, gelesen wird, setzt nochmal eins drauf und als ich gelesen habe, dass Snyder die Szenen eigentlich auch in Live-Action drehen wollte, doch das Budget nicht bekommen hat, musste ich kurz seufzen, denn es hätte sich wirklich ausgezahlt. Die Animationen wirken aber nichts desto trotz auch sehr gut und vielleicht ist es auch besser, hier mit einer animierten Version zu unterbrechen, da es etwas eigenständiges wird und ist. Außerdem benötigt man dann einen kurzen Moment, um sich wieder an die normalen Szenen zu gewöhnen, eine fantastische Erfahrung.

Ich hatte den Film wesentlich negativer in Erinnerung und ich bin froh mit dazu entschlossen zu haben, ihn mir mal wieder anzusehen. Ich kann nur jedem empfehlen sich die Zeit zu nehmen und sich die Ultimate Cut Version anzusehen. Es ist die ultimative Watchmen-Erfahrung.

Damit entlasse ich euch in eine neue Woche und wünsche euch alles Gute!

Chris