Edge of Spider-Verse #1

Mit der fünfteiligen Serie “Edge of Spider-Verse” präsentiert Marvel verschiedene Charaktere und ihr Vorgeschichten, bevor sie von Otto Octavius für seine Spider-Armee rekrutiert wurden. Den Anfang macht dabei Spider-Man Noir. Diesen Charakter habe ich schon immer interessant gefunden und deshalb freut es mich sehr, ihn gleich als erstes erleben zu dürfen.

“This audience came to see a sacrifice and I always give my public what they came for” – Mysterio

Mit Spider-Man Noir werden wir in das New York der 30er Jahre entführt. Dies wird auch gleich anhand der Kleidung, Sprache und optischen Eindrücke verdeutlicht. Die Zeichnungen von Richard Isanove schaffen eine wunderbare Atmosphäre.

Von der gebotenen Story (David Hine und Fabrice Sapolsky) bin ich allerdings etwas enttäuscht, da sie zwar viele interessante Aspekte bietet, aber nicht wirklich Spannung aufbaut. Immerhin ist bereits aus “Superior Spider-Man #32” bekannt, dass der Held aus dem Jahre 1939 ein Teil von Ottos Armee sein wird. Deshalb nimmt es doch einiges an Spannung weg, wenn Spider-Man in eine lebensbedrohliche Lage gebracht wird. Es wäre vermutlich etwas anderes gewesen, wenn die Vorgeschichte über mehrere Hefte veröffentlicht worden wäre. Die Charaktere wären länger bekannt und als Leser könnte ich mich besser in sie und ihre Motive hineinversetzen.

Gerüchten zufolge soll Spider-Man Noir eine eigene Serie bekommen – dafür würde ich mich sehr interessieren, denn die Unterschiede zur normalen Heftreihe sind auf den ersten Blick doch eher gering. Wir haben Tante May, Wilson Fisk, Felicia Hardy und so weiter. Im Prinzip geschieht alles nur 80 Jahre früher. Diesen Eindruck hatte ich zumindest, durch diesen kleinen Ausflug in die Vergangenheit.

Es hat aber auch etwas sehr positives, ein paar bekannte Charaktere zu verwenden – dadurch fällt es mir als Leser leichter, in die Geschichte einzutauchen. Andernfalls müssten die Autoren weniger Personen verwenden, damit man nicht den Überblick verliert.

Das Kostüm dieses Spider-Man gefällt mir sehr gut. Es passt perfekt in die Zeit und vermittelt einen düsteren, ernsthafteren Ton, als das blau-rote-Kostüm, das wir kennen.

Auch wenn mir die gebotene Story nicht so sehr gefällt, lohnt sich der Ausflug auf jeden Fall. Es sind schöne Anspielungen und Vorkommnisse enthalten, die ich gerne weiter Verfolgen würde. Es wäre schön, wenn Marvel zumindest eine begrenzte, eigene Serie starten würde, um die begonnenen Handlungsstränge zu einem Ende zu bringen. Weiters ist Mysterio ein Gegner, den wir schon länger nicht mehr zu Gesicht bekommen haben. Seine Tricks und Methoden, in Verbindung mit den 30er Jahren bieten ebenfalls einen guten Grundstein für spannende Geschichten, die erzählt werden sollten.

Viel Vergnügen und bis demnächst
Chris

Was haltet ihr von Spider-Man Noir? Würde euch eine eigene Serie interessieren? Ihr könnt gerne einen Kommentar hinterlassen. Bei Twitter findet ihr mich unter @Bane137 – Dort gebe ich immer Bescheid, wenn es neue Artikel gibt…