Convergence (Woche 4)

Wie auch schon letzte Woche, konzentriere ich mich auch heute wieder auf die Hauptausgabe und lasse die Tie-Ins beiseite. Immerhin starten nächste Woche schon die #2-Ausgaben und dann muss ich sowieso wieder mehr lesen. Kaum zu glauben, dass bereits die Hälfte vom Convergence-Event vorbei ist.

  • Writer: Jeff King
  • Pencils: Stephen Segovia
  • Inks: Mark Farmer, Júlio Ferreira, Rob Hunter, Jason Paz
  • Colors: Apsen Mlt’s John Starr, Peter Steigenwald
  • Letters: Travis Lanham

“Telos, I’ve seen what you have done to this world. The power you have. You could save them all.” – Grayson

Ein gebrochenes Kreuz ist in den Batman-Comics ein wiederkehrendes Thema. Dafür verantwortlich ist zum einen Bane, der in der Knightfall-Saga den dunklen Ritter buchstäblich bricht und der Joker, der Barbara Gordon mit einem Schuss lähmt. Beides sehr emotionale Momente und deshalb war ich etwas geschockt, als Grayson in der letzten Ausgabe die Worte “My legs… I can’t feel my…” ausspricht. Doch nicht nur das, sondern auch die Tatsache, dass wiederholt der Joker für solch eine Art Verletzung verantwortlich ist, finde ich spannend und problematisch zugleich. Problematisch, da die Ursprüngliche Story “The Killing Joke” eigentlich nicht als Teil der offiziellen Batman-Storyline geplant war, trotzdem aber einen so berühmten Stellenwert einnimmt. Man könnte lange darüber diskutieren, wie die Handlungen in dieser Graphic Novel zu betrachten sind oder warum sich DC damals entschlossen hat, es in den Lauf Batmans Geschichte einfließen zu lassen. Doch dies würde für heute jedoch zu weit führen (vielleicht greife ich dieses Thema in einem späteren Beitrag nochmal auf), deshalb lasse ich es bei dieser kurzen Erwähnung und überlasse euch die weiteren Spekulationen.

Man kann wohl mit gewisser Sicherheit behaupten, dass sich Jeff King eindeutig von Alan Moores Werk beeinflussen oder inspirieren hat lassen – zu offensichtlich ist die Ähnlichkeit beider Vorfälle. Wie aus dem nichts taucht der Joker mit einer Waffe in der Hand auf und schießt auf sein Opfer. Gerade durch die analoge Vorgehensweise wirkt die Szene schockierend und ich konnte es kaum erwarten zu lesen, wie es mit Grayson weitergeht.

“Deimos. What do you want? Free me and you shall have it.” – Brainiac

Wir steigen gleich nach den Ereignissen aus der letzten Ausgabe wieder ein und nach einigen emotional stark wirkenden Panels, demonstriert Telos erneut seine Macht und verhilft Grayson, dank seines flüssigen Metalls (?) dazu, wieder aufrecht stehen und sich bewegen zu können. Daraufhin gibt er ihm eine Art Tour durch seinen Zoo aus Städten. Es scheint, als ob er seine Taten vor jemanden rechtfertigen möchte oder muss, zeigt ihm Kämpfe und wie Städte fallen / siegen. Es ist ein beeindruckender Dialog, der dabei entsteht, denn beide wollen den jeweils anderen von der eigenen Seite überzeugen.

Der Rest des Teams macht indessen weiter mit der Reise zur Stadt Shartaris und nach ein paar Kämpfen finden sie nicht nur eingeschlossene Time Masters. Warum diese gefangen wurden und was genau ihre Macht ist, erschließt sich mir aus dieser Ausgabe noch nicht und mir kommt auch kein Charakter bekannt vor. Aber vermutlich könnten sie durch ihre Macht, die dem Namen nach Manipulation von Zeit mit einschließt, die Geschehnisse auf dem Planeten rückgängig machen. Wobei in den ersten Ausgaben Telos erläutert hat, dass sein Planet außerhalb von Zeit und Raum existiert, insofern könnte es spannend werden, was diese Wesen ausrichten können. Auch ist mir die Herkunft und der Sinn der Stadt Shartaris nicht bewusst. Allem Anschein nach gibt es sie schon länger im Untergrund des Planeten, denn diejenigen, die von Telos oder Brainiac hierher transportiert wurden, sind alle an der Oberfläche. Telos Macht funktioniert an dem Ort auch nur eingeschränkt oder er ist sich deren potentielle Bedrohung nicht bewusst bzw. ist es ihm egal. Wie ihr seht sind noch viele Fragen offen und die größte wird auf der letzten Seite der Ausgabe gestellt – doch diese werde ich noch nicht direkt verraten.

Bis demnächst
Chris