The Walking Dead Book Twelve

Es war einmal ein kleiner Junge. Dieser Junge war der Sohn eines stolzen Königs und er verliebte sich in eine junge Prinzessin. Sie war die hübscheste und liebevollste von allen Mädchen, die der Junge jemals gesehen hatte. Die beiden mochten sich so gern, dass sie gleich miteinander ins Bett hüpften. Das fand der Junge so toll, dass er ganz ganz wütend wurde, nachdem die Prinzessin zu ihrer Königin Mutter zurückgehen musste. Doch der Junge lies sich das natürlich nicht gefallen und rannte ihr mit fliegenden Füßen nach. Hals über Kopf stürze er sich in das Abenteuer und dachte sich: “Scheiß auf die Konsequenzen”. Das Fand die Königin gar nicht nett und zeigte dem Vater des Jungen ihre Horde an hässlichen Monstern. Es gab so viele von ihnen, dass sie bis an den Horizont zu reichen schienen. Doch das war nicht das einzige was die Königin Mutter getan hatte. Denn sie besaß die Gabe des “house of black and white” und konnte in einer Menge von Menschen untertauchen und sich als eine von ihnen ausgeben. Ganz verdutzt musste der König feststellen, dass sie mit diesem Theater vieler seiner Freunde getötet und gepfählt hat. Das fanden die Bewohner des Reiches von gütigen König gar nicht gut. So verbreitete sich Zorn und Missgunst im Königreich und die Rufe nach einer Schlacht wurden immer lauter.

  • Creator, Writer: Robert Kirkman
  • Penciler, Cover: Charlie Adlard
  • Inker: Stefano Gaudiano
  • Gray Tones: Cliff Rathburn
  • Letterer: Rus Wooton
  • Erstveröffentlichung: 2015
  • Ausgaben: #133 – #144

“Listen Maggie… don’t cross these people. We need to be really careful. I couldn’t see much… but I heard them… There were so many. It sounded like thousands.“

thewalkingdead_12Im ersten Handlungsbogen in Book Twelve “whispers into screams” steht Carl im Zentrum des geschehens und darf sich für vieles verantwortlich Zeichnen. Rick hat sich dazu entschieden, ihn persönlich nach Hilltop zu bringen, damit er dort seine langersehnte Ausbildung zum Schmied beginnen konnte. Anna, ein Mädchen aus Alexandria in seinem Alter, hat ihm einen Brief mitgegeben und man könnte durchaus erwarten, dass aus diesen beiden ein Paar werden könnte. Doch dann ist da natürlich noch Sophia, die Carl seit sie aus Atlanta geflüchtet sind kennt. Die beiden verbringen eigentlich viel Zeit miteinander und wenn es manchmal etwas Spannungen gibt, könnte ich mir durchaus auch die beiden zusammen vorstellen. Doch natürlich musste es anders kommen.

Eine Patrouille, die nach zwei Vermissten sucht, wird von den Whisperern angegriffen und nur knapp kommt Jesus mit dem Leben davon. Doch es gibt eine überlebende. Zu diesem Zeitpunkt realisiert er auch, dass es nicht die Toten sind, die gelernt haben zu sprechen, sondern dass es sich dabei um eine etwas eigenartige Weise handelt sich zu tarnen. Die Whisperer häuten die Toten und tragen diese als zweite Haut, um von diesen nicht angegriffen zu werden. Sie verhalten sich wie sie und reden nur im Flüsterton miteinander. Jesus schnappt sich die überlebende und bringt sie zurück nach Hilltop.

Carl zieht ärger an, wie Licht Motten. So gerät er in eine Schlägerei mit zwei Typen, die Sophia wehtun und ich glaube sogar vergewaltigen wollen. Dabei schlägt er sie halb tot. Das kann Maggie, so dankbar sie auch für die Rettung ihrer Ziehtochter ist, nicht ungestraft lassen und sperrt ihn erstmal in eine Zelle ein, bis sich die Tatsachen geklärt haben. Zufällig kommt er in die Nachbarzelle, wo die überlebende der Whisperer steckt. Dabei handelt es sich um ein junges Mädchen, die so alt ist wie Carl und die beiden freunden sich an. Sie erzählt ihm alles was sie so erlebt hat in den letzten Wochen und Monaten und wie es ihnen gelungen ist zu überleben. Dazu später mehr.

Widerstrebend lassen sie die beiden zusammen frei, damit ihr Carl zeigen kann, dass es auch eine bessere Art gibt zu leben und zwar ähnlich, wie es früher, vor den Walkern gewesen ist. Sie mögen sich wirklich sehr die beiden und haben dann auch relativ schnell Sex, womit Carl seine Jungfräulichkeit verliert. Sehr romantisch, tun sie es auf einem Feld neben dem Hühnerstall. Sehr klischeehaft.

Doch nicht alles ist gut, da sich die Eltern der beiden halbtoten Jungen eine härtere Strafe für Carl wünschen und gemeinsam mit Gregory (ja, den gibt es noch immer) einen Putsch auf Maggie planen. Hierbei zeigt sich, wie unfähig, feige und hinterlistig Gregory ist. Denn er will sie gleich töten, aber statt es offen auszukämpfen, versucht er sie zu vergiften. Blöd nur, dass er eine zu geringe Dosis verwendet hat und auch noch Jesus im richtigen Zeitpunkt zur Tür herein kommt. Gregory ist das typische Arschloch der Geschichte, dass man mit jeder Faser seines Körper verachten kann. Keine Spur Integrität oder Autorität, aber trotzdem Anführer sein wollen. Einfach lächerlich.

Wenig später erscheint eine große Gruppe der Whisperer vor den Toren und fordern ihr Mitglied zurück, im Austausch gegen die beiden vermissten von zuvor. Um schlimmeres zu vermeiden geht Maggie den Handel ein. Doch sie hat nicht mit der Zuneigung zwischen Carl und Lydia gerechnet. Also bricht er mitten in der Nach auf, um den Whisperern zu folgen.

“I have marked our border… you will know it when you see it. Take my daughter across it… and see that you never return. If you cross onto our land… my horde will cross onto yours.” – Alpha

In der zweiten Storyline “life and death” wird Carl sehr schnell von den Whisperern entdeckt und von ihrer Anführerin Alpha zu ihrem Lager gebracht. Dort erfahren wir dann, wie sie wirklich leben. Sie sind immer auf den Beinen und nie lange an einem Ort. Sie jagen was sie zum Essen benötigen bzw. essen Beeren und Früchte, die sie auf dem Weg finden. Und wenn es einmal einen Tag oder zwei nichts gibt, gehört das zum Leben dazu. Das Prinzip dahinter ist, dass sie so leben wollen wie Tiere. Sie haben auch keine Namen mehr. Es ist eine ziemlich spannende Strategie, wenn man genauer darüber nachdenkt. Denn so kann man mit den Walkern in einer Welt leben, ohne sie dauern bekämpfen zu müssen. Später erfahren wir auch, dass sie mit ihrer Lebensweise in der Lage sind tausende von Walkern zu kontrollieren und navigieren. Sie halten sie an einem Ort mehr oder weniger fest, um sich gegen größere Gruppen verteidigen zu können.

Den einzigen Makel den diese Gruppe und ihre Lebensweise hat ist, dass sie alles so machen wie Tiere. Lydia, als attraktives junges Mädchen ist natürlich Ziel von so mancher begieriger Männer und da sie wie Tiere leben, lehnen sie das Konzept von Vergewaltigung ab. Wenn jemand Lust verspürt sie zu ficken (verzeiht die Wortwahl aber an dieser Stelle muss ich das einfach so ausdrücken) tut er es einfach. Sie sind schließlich Tiere und haben sich von dem Konzept der Zivilisation abgewandt. Bestialisch, unverständlich. Da überrascht es nicht, dass sie gerne Zeit mit Carl verbringt, der sie gut behandelt und sie beschützen möchte.

Parallel zu diesen Ereignissen startet die Fair, die in Alexandria abgehalten wird und alle Gemeinden zusammenbringt. Dort erzählt Maggie dann auch gleich, dass Carl abgehauen ist. Allerdings verschweigt sie ihm, dass sie Gregory, als Strafe, Schutz für ihre Position als Anführerin und Exempel erhängt hat. Hingerichtet. Damit verstößt sie gegen alles, was Rick in den letzten Monaten hat aufbauen wollen. Natürlich zögert Rick nicht lange und mit Michonne und ein paar anderen macht er sich auf den Weg, um die Gruppe an Whisperern aufzuspüren.

Apropos Michonne. Diese haben wir seit dem Ende des Krieges gegen Negan nicht mehr gesehen. Ihr erster Auftritt nach so langer Zeit ist sehr cool. Denn Rick hat am Tag zuvor einen Weg zur Küste gemacht, wo sie sich mit ihr treffen wollen und dort segelt sie gerade mit ihrer Mannschaft in den Hafen der kleinen Stadt ein. Es ist ein Bild wie Johnny Depp in Pirates of the Caribbean.

Es dauert nicht lange, bis Rick und die anderen die Whisperer ausfindig machen, immerhin wollen diese auch gefunden werden und Alpha redet eine Weile mit Rick. Während Rick mit Carl redet und sie darüber streiten, dass sie verschwinden sollen, so lange sie die Möglichkeit dazu haben, Carl sich aber weigert, da er Lydia nicht diesen Bestien überlassen will, währenddessen schleicht sich Alpha davon und taucht in der Fair unter. Sie will sich einen guten Überblick über ihre Gegner verschaffen.

Überraschenderweise sieht sie nach ihrer Rückkehr ein, dass ihre Tochter nicht in diese Welt passt und Rick und Carl sie mit in ihre Welt nehmen sollen. Allerdings sollten sie nicht die von ihre markierte Grenze überschreiten. Dankbar für diese Möglichkeit machen sie sich auf den Rückweg, nur um festzustellen, was diese Markierung ist: Alpha hat zwölf Mitglieder aus den Communitys getötet und ihre Köpfe auf Pfähle gesteckt – dies ist die Grenze. Unter den Opfern ist Ezekiel, Rosita (die Schwanger war) und andere bekannte Gesichter.

Im zwölften Buch von The Walking Dead wird immer mehr von den Whisperern ans Licht gebracht, bis wir schließlich mehr oder weniger alles über sie wissen. Doch so wie die Unwissenheit bei Negan das unheimlich war, so ist es bei Alphas Gruppe das Gegenteil. Wir wissen wozu sie in der Lage sind, wie viele sie sind und das sie die Walker mehr oder weniger unter Kontrolle haben. Wie üblich sind auch die Zeichnungen wieder von bester Qualität. Besonders die Masken der Whisperer kommen hervorragend zur Geltung.