Serienfinale des Arrowverse

Dieses Review kann Spuren von Spoiler enthalten!

Quelle: http://moviepilot.com
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Der Sender The CW ist die Heimat des so genannten Arrowverse und ab Oktober sind es ganze vier Serien, die dort ihre Rückkehr feiern. Angedeutet in The Flash könnte es gleich zu Beginn der neuen Season zu einem großen Crossover kommen – doch alles der Reihe nach.

Arrow Season 4

Staffel 2 von Arrow, mit Slade Wilson aka Deathstroke als brillanten Gegenspieler, war bisher der Höhepunkt der gesamten Serie. Hier hat einfach alles gestimmt. Leider konnte Staffel 3 nicht daran anknüpfen und auch wenn die aktuelle vierte Staffel einiges mehr richtig macht, ist es trotzdem ein nicht 100% zufriedenstellendes Ereignis.

Damian Dark als den Bösewicht ist ziemlich interessant. Er bringt Magie noch zentraler in die Serie und vergrößert damit in gewisser Weise die Reichweite. Jedoch muss ich seinen ultimativen Plan doch in Frage stellen. Dieser ist, wie es leider zu oft der Fall ist, die Welt zu vernichten und zwar mit Atombomben. Während sich die Erde erholt, springt er mit ein paar Auserwählten in einen riesigen Bunker und wartet dort. Was ist das für ein dummer Plan? In welcher verseuchten Welt will er denn dann leben? Was ist mit den Tieren und Pflanzen? Das Finale ist dahingehend wirklich enttäuschend.

Dabei gab es zwischendurch wirklich fantastische Story-Elemente. Angefangen von dem Konflikt zwischen Diggle und seinem Bruder, der auch zum Streit mit Oliver führte, Falicitys Lähmung, die leider viel zu schnell geheilt wurde (sie hätte eine Art Oracle, wie in den Comics werden können), die Einführung von Michael Holt und seinen neuen Technologien, Bürgermeisterwahlen und natürlich der Tod von Loral, auf den ich später noch einmal zu sprechen komme.

Die Staffel hinterlässt insgesamt einen guten Eindruck, jedoch mit einem fahlen Beigeschmack und am Ende trennt sich das Team zum wiederholten Male. Ich bin jedenfalls gespannt, was uns in Staffel fünf erwarten wird. Immerhin sind danach auch die lästigen Rückblenden beendet – außer den Autoren fallen neuen Sachen ein, die Oli noch erlebt hat.

Flash Season 2

Besser als Arrow, macht es eindeutig The Flash. Diese Serie begeistert mit jeder Episode aufs neue. Die Zusammenarbeit vom Team, die Charakterentwicklungen und die fantastischen Gegner mit denen es Barry zu tun bekommt sind einfach Spitze und ich kann es kaum erwarten, bis es mit Staffel drei weitergeht.

Highlights der Staffel sind unter anderem:

  • Barrys Verlust bzw. Aufgaben seiner Kräfte um Wally zu retten. Hier hätte ich mir gewünscht, dass er noch etwas länger mit diesem Verlust kämpfen muss, doch die Auflösung in der Speed Force hat die kurze Dauer dessen mehr als wett gemacht. Wie immer wenn es um seine Mutter geht, fahren die Autoren ihre besten Geschütze auf und Sorgen für viele tränenreiche Momente.
  • Die Identität von Zooms und seinem Gefangenen in der eisernen Maske sind wohl die größten Geheimnisse in der Zweiten Staffel. Bei letzt Genannten handelt es sich um niemand geringeren als den Ursprünglichen Flash – Jay Garrick! Dieser wird vom Schauspieler John Wesley Shipp gemimt, der auch Barrys Vater verkörpert, bis dieser einen tragischen Tod sterben muss. Ich möchte hier noch klarstellen, dass Shipp auch derjenige ist, der in der Flash Serie aus den 90ern den schnellsten Mann der Welt verkörperte. Daher ist es ein sehr großer Moment, als er als Jay Garrick wieder in sein Kostüm schlüpfen darf!

Zoom als Gegner funktioniert über die Staffel hinweg eigentlich immer ganz gut, aber er hat auch seine Tiefpunkte, wie eben der Trubel um seine wahre Identität und manchmal ist es einfach ermüdend, wenn das Team kurz vor einem Sieg steht, um dann doch zu scheitern.

Insgesamt ist die Staffel aber herausragend und baut gut auf dem Fundament der ersten Staffel auf. Im Finale entscheidet sich Barry dann dafür eine Zeitreise zu machen und seine Mutter zu retten – er hat genug Verluste hinter sich und handelt jetzt mal egoistisch. Verdient, wie man zugeben muss. Damit startet er allerdings das in den Comics als Flashpoint bekannte Event. Es bleibt abzuwarten, wie sie es hier in der Serie umsetzen, da es doch einiger Charaktere bedürfte, die wir so in der Serie noch nicht haben. Welche das genau sind, könnt ihr in einem zukünftigen Review lesen, denn ich werde mir das Flashpoint-Event noch einmal zu Gemüte führen und darüber berichten.

Legends of Tomorrow

Die neue Serie im Roaster des Arrowverse hat eine wunderbare erste Staffel hinter sich. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich nicht unbedingt warm mit deren Gegner geworden bin: Vandal Savage. Doch die sympathischen Schauspieler und deren interessante, facettenreiche Charaktere haben eindeutig dazu beigetragen, dass die Serie zu einem Genuss geworden ist.

Jeder einzelne der Protagonisten wird immer wieder ins Zentrum der Handlung gestellt und niemand scheint wirklich zurückzubleiben, wodurch eine angenehme gleichbleibende Entwicklung zu erkennen ist. Angefangen von den anfänglichen Schwierigkeiten ein Team zu bilden, über die Probleme der Zeitreise und dass sie nicht eingreifen dürfen, bis zum Tod von Loral ist alles dabei, was wichtig ist. Leider scheint Lorals Tod entgültig zu sein, denn Rip Hunter, der das Team rekrutiert hat, um Sagave zu erledigen, versichert Sara (Lorals Schwester), dass sie durch eine Rettung die Welt ins Chaos stürzen wird.

Bis auf solch kleine Ausrutscher, die etwas überdramatisiert werden, gibt es eigentlich nur wenige Makel. Das Finale offenbart dann auch ein Team, welches wohl noch eine größere Rolle in diesem Universum spielen wird: Die Justice Society of America! Deren Mitglieder wird sicher spannend werden zu beobachten und mit dem Abflug einiger Charaktere aus dem Team (Snart, Kendra und Carter), sind ja wieder ein paar Plätze frei geworden.

Supergirl

Diese Serie habe ich eigentlich nur halbherzig verfolgt. Die ersten Episoden waren insgesamt ziemlich interessant, doch die Geschichte hat mich nicht wirklich fesseln können. Die beste Episode und auch die letzte die ich mir angesehen habe, ist das Crossover mit The Flash. Eine sehr lustige und lehrreiche Folge. Ich hoffe es wird bei zukünftigen Begegnungen noch mehr Eis gegessen (wer die Folge gesehen hat, weiß was ich meine). Ich lasse mich gerne von einem besseren Überzeugen und gebe der zweiten Staffel definitiv noch eine Chance.

Und damit wäre ich am Ende meines kleinen Überblicks über die DC Serien von dem Sender The CW. Es ist ein beeindruckendes Universum, indem es sicher noch viel zu entdecken gibt. Es ist auch beruhigend, dass, wenn es schon im Filmbereich nicht klappen möchte, es wenigstens bei den Serien funktioniert ein dynamisches Multiversum auf Grundlage von DC Comics aufzubauen. Mal sehen welche Serien in den kommenden Jahren noch dazu stoßen oder auch bestehende Ablösen…