Convergence (Woche 5)

Die zweite Hälfte von Convergence ist angebrochen und die fünfte Ausgabe wartet mit einer Überraschung auf, die ich weder erwartet, noch benötigt hätte. Noch drei Wochen, dann ist es vorbei…

  • Writer: Jeff King
  • Penciller: Andy Kubert
  • Inker: Sandra Hope
  • Colors: Brad Anderson
  • Letters: Travis Lanham

“Magic might hurt me, Deimos. But it won’t stop me.” – Superman

Events. Sie sind das große Markenzeichen von DC und Marvel. In der Vergangenheit, habe ich mich immer darauf beschränkt auf die Trades zu warten. Egal ob Batman Eternal, Futures End, Spider-Verse,… – ich habe mich bisher immer dazu entschlossen zu warten, da ich die Tie-Ins genauso lesen wollte wie das Hauptevent. Dabei spart man nicht nur Geld, sondern auch Zeit, denn ein Trade lässt sich mal an einem Abend oder, sollte es umfangreicher werden, an einem Wochenende durchlesen. Bei Convergence habe ich mir gedacht, dass es lustig und spannend wäre live dabei zu sein und anfangs war es das auch, allerdings haben sich mittlerweile Ermüdungserscheinungen eingeschlichen und in bin froh wenn es vorbei ist. Bis vor kurzem hat mir die Hauptreihe am besten gefallen, doch gewisse Ereignisse, auf die ich gleich noch eingehen werde, stören mich. Vielleicht reißen die letzten drei Ausgaben das Ruder noch rüber.

Ab nächster Woche werde ich dann auch wieder auf ein paar der Tie-Ins eingehen – ich bin leider nicht dazu gekommen welche zu lesen, sonst wären dieses mal schon welche dabei.

Convergence #5

“Maybe Telos was right. Maybe there is always going to be a tie between Dick Grayson and Batman.” – Dick

Von allen beteiligten Charakteren macht Grayson wohl die größte Entwicklung durch. Anfangs wird er mit den Helden seiner Welt in eine fremde Welt befördert, einfach nur mit dem Ziel seinen Sohn wieder zu finden. Doch er entwickelt sich zu einem Helden und der Tod Batmans spielt dabei eine wichtige Rolle, vielleicht eine ebenso große wie der Tod Thomas und Martha Waynes für Bruce. Er erkennt die Verbindung zwischen den beiden, welche über Universen hinaus geht. Er akzeptiert sein Schicksal. Ich fände es spannend, wenn er in Earth-2 tatsächlich der neue Batman wäre und Convergence doch ein paar Auswirkungen auf unsere “new 52”-Comics hat.

Telos ist auch dabei eine gewaltige Entwicklung zu machen. Er erkennt, dass er wie die Städte nur ein Spielball Brainiacs ist. Irgendwo im Universum hat er Frau und Kinder, für die er sich geopfert hat. Diese Tatsache lastet so schwer auf ihn, dass er die restliche Ausgabe über eher passiv dargestellt wird, was ich für nachvollziehbar halte. Der Autor schafft es, dass ich Mitgefühl mit Telos habe und ich möchte, dass er sich an Brainiac rächt und zu seiner Familie zurückkehrt – sollte sie noch leben.

Der Teil, der mich am meisten stört, ist die Handlung um Deimos. Nicht nur scheint er die Time Master, welche letztes Mal eingeführt wurden, getötet und ihre Macht absorbiert zu haben (wer waren sie, woher stammen sie – ich möchte mehr über sie wissen, aber das kann Convergence derzeit nicht leisten), zwischendurch wird er auch vom Warlord Skartaris’ angegriffen. Hier handelt es sich um einen Charakter, der scheinbar nur da ist und Seiten aufzufüllen. Es wird nicht wirklich erklärt wer er ist, er bleibt farblos und eindimensional, außerdem ist mir die Tatsache, dass seine Tochter oder Frau von irgendwelchen Monstern getötet wird ziemlich egal, da sie ebenso uninteressant dargestellt wird.

Deimos Ziel scheint es zu sein, naja, eigentlich weiß ich nicht so genau, was Deimos Ziel ist. Er hat Brainiac herbeigerufen und in einer magischen Kugel eingeschlossen. Dann richten sich alle Helden gegen ihn und versuchen ihn auszuschalten. Gegen seine Übermacht kommen sie aber nicht an und flüchten. In einem Tempel von Brainiac richtet sich Deimos an alle Städte und hält eine Ansprache (ja, richtig gehört, schon wieder eine Ansprache und ich sehe schon vor mir, wie in den zweiten Ausgaben der Tie-Ins diese Ansprache dargestellt wird. Warum schon wieder?!) – er befiehlt, dass die Kriegshandlungen eingestellt werden und alle Jagd auf die Helden von Earth-2 machen, inklusive Telos.

Die zweite Ausgabe lässt mich ernüchternd zurück. Eine erneute Ansprache und Charaktere, welche nur als Bauernopfer bzw. Seitenfüller dienen, machen es für mich zum bisher uninteressantesten Heft des Events. Ich lasse mich einfach mal überraschen, was die nächsten Hefte zu bieten haben.

Bis demnächst
Chris