Convergence (Woche 3)

In dieser Woche konzentriere ich mich aus Gründen, die ich weiter unten erläutere, lediglich auf die dritte Ausgabe von Convergence. Gelingt es den Autoren ein weiteres mal, mich positiv zu überraschen?

  • Writer: Jeff King
  • Pencils: Carlo Pagulayan
  • Inks: Jason Paz
  • Colors: Aspen Mlts John Starr & Peter Steigenwald
  • Letters: Travis Lanham

“How does that feel, boy, knowing that letting me shoot you renders Batman’s sacrifice meaningless?” – Joker

Letzte Woche las ich für den Artikel und aus Interesse zehn Ausgaben von Convergence. Außerdem noch den ein oder anderen Comic, der auf meinem iPad nur darauf gewartet hat gelesen zu werden und ausnahmsweise nichts mit DC zu tun hat. Ich muss gestehen, dass ich danach ausgelaugt war und keine Lust mehr hatte auch nur irgendetwas von Convergence, Telos oder Multiverse-Städten zu lesen. Es war einfach zu viel. Zwar habe ich mich in dieser Woche an meine eigene Regel gehalten und mir nur fünf Hefte zugelegt, doch ich schaffte es kaum das Hauptheft zu lesen.

Als ich aber damit begonnen hatte, wurde zumindest die Lust auf diese Geschichte etwas gesteigert und bis DC mit den #2-Ausgaben der Tie-Ins startet, werde ich es vermutlich auch dabei belassen, außer natürlich ein besonders spannendes Exemplar fällt mir in die Hände. Doch erst einmal kann ich Telos Rede nicht mehr sehen. Ich finde es bedauerlich, dass die kreativen Köpfe aus dem Verlag immer die gleiche Struktur verwenden, um die Geschichten aus den verschiedenen Städten und Welten zu erzählen. Zwar verstehe ich, dass man in gewisser Weise an die Kuppel und die voranschreitenden Ereignisse gebunden ist, doch auch damit ließe sich bestimmt mehr anfangen als das, was wir hier geboten bekommen.

Mich hätte zum Beispiel auch interessiert wie das Leben in den Städten vor der Kuppel war – besonders bei den Universen, die in den letzten Jahren nicht in regelmäßig erscheinenden Heften zum Vorschein kamen. Hier wurde viel Potential verschenkt. Außerdem habe ich in meinem liebsten Comic-Podcast, den ihr mittlerweile wahrscheinlich schon erraten könnt, gehört, dass das Event keine Auswirkungen auf die “new 52” hat, welche nach Convergence eine neue Aufstellung geliefert bekommen. Das fände ich äußerst Schade, denn damit sind all die Mühen eigentlich hinfällig und es ist tatsächlich nicht recht viel mehr, als eine Geschichtsstunde, die viel Geld kostet. Ein paar Auswirkungen und Konsequenzen in den aktuellen Welten zu spüren wäre schön und brächte mit Sicherheit mehr Konfliktmöglichkeiten in die neuen und bestehenden Serien.

“We are from Krypton, the greatest planet the universe has ever known. We will be no one’s puppets.” – Citizen of Kandor

Nach Telos plötzlichem Verschwinden, wird unserem Team, welches nun um Deimos erweitert wurde, nur eine kurze Verschnaufpause gegönnt. Denn schon kurz danach werden sie von Robotern attackiert, die einige Tricks auf Lager haben und es sogar schaffen Superman gefangen zu nehmen – wenn auch nur kurz. Telos hat sich in seinen Tempel zurückgezogen und kümmert sich um seine Städte, wobei er an der Stadt Kandor ein weiteres Exempel statuiert, da sie sich weigern bei den Kämpfen mitzumachen.

Bei seinen wortgewaltigen Reden frage ich mich immer, ob Brainiac seine Aktionen so toll finden würde, wenn er nur hier wäre. Denn inzwischen habe ich die Theorie, dass eben dieser Antagonist schließlich für die Rettung der Überlebenden Bewohner sorgt. In seinen Machtphantasien spricht Telos von seiner Welt, seinen Städten, seinen Regeln und vernichtet alles und jeden der ihm widerspricht. Tatsächlich scheint es so zu sein, dass er eigentlich nur auf die Städte aufpassen und die Sammlung seines Meisters im Auge behalten sollte. Welche Rolle die “Gottesmaschine” spielt, ist mir aber leider auch noch nicht klarer geworden. Sie erscheint zwar immer mal wieder für ein oder zwei Panels, doch den einzigen Zweck den sie bisher hatte war, Superman und seine alternativen Versionen zu brechen.

Während Telos mit Gott spielen beschäftigt ist, entwickelt sich die Geschichte um Thomas Wayne zu einem regelrechten Drama mit überraschendem Ende. Ich möchte es an dieser Stelle nicht verraten, nur so viel: Grayson könnte bald ein neues Kostüm tragen, in zweierlei Hinsicht, denn ein Satz am Ende bereitet mir ziemliche Sorgen. Das restliche Team macht sich mit Deimos als Führer auf den Weg ins Innere des Planeten und versucht Telos Machtzentrum zu finden.

Alles in allem bin ich wieder sehr begeistert von der Ausgabe. Wir bekommen mehr vom Planeten zu sehen und in die Handlungen von Telos werden wir auch etwas mehr hineingeführt, auch wenn die Hierarchie und das Verhältnis zu Brainiac weiterhin ein Rätsel bleiben.

Viel Vergnügen
Chris