Hawkeye by Fraction #3 Review

Hawkeye by Matt Fraction #3

Writer: Matt Fraction
Artist: David Aja
Color Artist: Matt Hollingsworth
Cover Art: David Aja
Letters: Chris Eliopoulos

“Really. With the abs and the–“ Kate Bishop

Das ist nun schon die dritte Ausgabe in folge, die mit einer Variation des Satzes “This looks bad” anfängt. War es am Anfang noch ganz witzig, so hoffe ich doch, dass dies nun das letzte Mal ist. Denn wenn es jetzt 22 Ausgaben so weiter geht, werde ich noch sehr viele Absätze darüber schreiben müssen, wie unterschiedlich Anfänge aussehen können. Nachdem das gesagt ist, nun auch gleich die Erleichterung: Ich habe einen Blick riskiert und es sieht so aus, als ob Fraction diese Methode in Ausgabe #3 das letzte Mal verwendet.

Am Ende der letzten Ausgabe sah es so aus, als ob unser Team Arrow – sorry, Team Hawkeye – sich aufmachen würde, die to-do-Liste von Clint abzuarbeiten. Doch Fraction lässt sich Zeit damit, sie in ein längeres Abenteuer zu stürzen und zeigt erst einmal, wie sie sich vorbereiten. Das schöne an solchen Maxi-Reihen ist, dass sich die Macher Zeit lassen können und auch die weniger populären Aspekte des Helden-Daseins zeigen können. Denn wer kann schon ordentlich die Bösen jagen, wenn das Hauptquartier nicht ordentlich aufgeräumt ist. Es ist also, wenn man so will, die dritte Alltagssituation, die wir von Clint (und nun auch Kate) zu Gesicht bekommen. Dies soll keine Kritik sein. Ich ziehe es manchmal sogar vor, Protagonisten in alltäglichen Situationen zu erleben (oder was _alltäglich_ für sie auch immer bedeuten mag).

Der Aufhänger für diese Geschichte ist sogar ziemlich lustig, da es um die verschiedenen Varianten an “Köpfen” geht, die Clint für seine Pfeile entwickelt hat. Manche dieser Varianten hat man auch schon in der DC Serie _Arrow_ gesehen oder auch in dem ein oder anderen Marvel-Film. Clint hat sich nie die Mühe gemacht seine Pfeile zu beschriften, was er jetzt nachholen will. Dafür benötigt er allerdings erst entsprechendes Material (sprich eine Art Label-Maschine) und zieht los, eben jene zu besorgen.

Mitten im Einkaufstrip, lernt Clint eine Frau kennen (ich bin mir nicht sicher, ob sie einen Namen erhält in dieser Ausgabe; beim kurzen, wiederholten durchblättern, konnte ich ihn nicht ausfindig machen), die einen schicken 1970er Dodge Challenger besitzt. Er kauft ihn ihr auch kurzer Hand ab, was ihr gerade recht kommt, da sie zum Flughafen muss und wahrscheinlich nicht wieder kommt. Es kommt wie es kommen muss und die beiden verbringen eine schöne Zeit miteinander (zwinker-zwinker). Doch ihre traute Zweisamkeit wird gestört. Die nicht besonders netten Kollegen von [Name der Frau hier einsetzen] tauchen auf und überraschen einen noch nackten Clint. Die Typen (die überdurchschnittlich oft das Wort “Bro” benutzen) entführen die Frau. Clint lässt sich von Kate abholen, was zum oben genannten Zitat führt.

Es entwickelt sich eine äußerst spannende Verfolgungsjagd (dank Tracer-Arrow). Sie ist auch das visuelle Highlight der Ausgabe – nimmt sie doch circa die Hälfte davon ein. David Aja wählt genau die richtigen Blickwinkel und verwendet kleinere Panels um die besonderen Pfeilspitzen zu zeigen, die Clint entwickelt hat. Gepaart mit den Geschwindigkeitslinien (ich nenne diese jetzt einfach mal so), die Bewegung andeuten sollen und der gekonnten Verwendung von Sound-Wörtern, bekommt man als Leser*in einen fantastischen Eindruck einer Verfolgungsjagd mit hohen Geschwindigkeiten. Auch die matten Farben, die Hollingsworth verwendet, dürfen nicht unerwähnt bleiben.

An dieser Stelle soll nicht verraten werden, welche weiteren Pfeil-Varianten Clint besitzt, macht es doch Spaß, diese im Laufe der Geschichte selbst zu entdecken.

Die dritte Ausgabe von Hawkeye besticht durch das bisherige Highlight der ganzen Reihe – der Verfolgungsjagd – und bietet zudem einen weiteren, neuen Einblick in Clints Persönlichkeit, nämlich seinem Talent für schlechtes Timing bzw. zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Außerdem dürfen wir einen Blick auf seine Playboy-Seite werfen – leider zensiert. Was auch etabliert wird, ist die gute Zusammenarbeit zwischen Clint und Kate. Sie scheinen sich endlich arrangiert zu haben.

Nachdem wir nun drei Alltagssituationen von unserem Helden erlebt haben, bin ich gespannt, wie es in der nächsten Ausgabe weiter geht. Immerhin kann das Team nun in Ruhe ihr Hauptquartier aufräumen und sich auf neue Abenteuer einlassen. Was mir allerdings komplett gefehlt hat in der Handlung, war ein Auftritt von Hund _Lucky_. Ich prangere das an. Bleibt zu hoffen, dass er zukünftig durch mehr Präsenz besticht.

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