Geek Week 44/2015

Die letzte Geek Week ist nun doch schon wieder eine Weile her, was unter anderem an den “The Walking Dead” Wochen lag. Außerdem habe ich vor drei Wochen ein Studium der Medienwissenschaften in Tübingen angefangen und muss mich erst noch zurechtfinden. Das soll mich aber nicht davon abhalten, euch mit interessanten News zu versorgen und meine Meinung kund zu tun. Als Abschluss gibt es auch den klassischen Film der Woche.

“What is real? How do you define ‘real’? If you’re talking about what you can feel, what you can smell, what you can taste and see, then ‘real’ is simply electrical signals interpreted by your brain.” – Morpheus, The Matrix (1999)

Star Wars: Vader Down

Disneys eigene Star Wars Kreationen scheinen immer weiter zuzunehmen und finden ihren wahrscheinlichen Höhepunkt mit der Veröffentlichung von “Star Wars: The Force Awakens” (zu dem ich mir heute ein Ticket gesichert habe – nur um euch neidisch zu machen). Davor wird es aber noch das erste große Crossover im Comic-Bereich geben und wer könnte dort besser die zentrale Figur mimen, als der Sith Lord Darth Vader himself?

Manche stehen den Comics ja mit gemischten Gefühlen gegenüber, zumindest der Solo-Reihe von Vader. Diesen Standpunkt kann ich durchaus nachvollziehen. Fragen tauchen auf wie: Ist es wirklich notwendig, diesen ikonischen Charakter mehr Hintergrundgeschichte zu spendieren? Verliert er seine Aura des Bösen und den Schrecken, den er verbreitet? Teilweise kann man die zweite Frage zumindest mit einem “Ja” beantworten, doch Vader ist für mich ein so interessanter Charakter, dessen faszinierende Geschichte durch die Prequels nicht gerade positiv ausgeschmückt wurde, da tut es gut, ihn zumindest auf eigenen Abenteuern zu sehen, die ihn auch mal zum Straucheln bringen, bzw. wo er sich gewisse Dinge, wie den Respekt des Imperators, erst wieder verdienen muss.

Ich freue mich auf das große Crossover, auch wenn ich bei der eigentlich Star Wars Comic Reihe noch ein paar Ausgaben aufzuholen habe. Zu dem One-Shot-Comic, der dann auch das Event startet, werde ich hier ein Review veröffentlichen – bleibt also gespannt.

Marvel und der Hulk

Hulks Geschichte im MCU ist eine Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen. Solo-Filme scheinen nicht gerade seine Stärke zu sein, andererseits hat er sich in den Avengers-Filmen, dank der großartigen Performance Mark Ruffalos und dem wahnsinnig realistischen Motion-Capture Animationen zu einem Fan Favoriten entwickelt, wie man es vor ein paar Jahren nicht erwartet hätte.

Kann ein neuer Film nur mit Ruffalo funktionieren? Ich bin vorsichtig optimistisch. Wenn, würde ich nicht so eine ambitionierte Geschichte wie Planet Hulk wählen, da es vielleicht zu abgefahren und gezwungen wirken könnte. Eine bodenständigere Geschichte könnte besser funktionieren, ohne große Science-Fiction. Eventuell könnte Robert Downey Jr. für ein Cameo vorbeischauen oder eine kleine Liebesgeschichte mit Black Widow eingebaut werden, die ja bereits in “Age of Ultron” gut eingearbeitet wurde.

Seinen nächsten Auftritt, bevor er höchstwahrscheinlich in einen der beiden “Infinity War” Filmen auftauchen wird, ist jedenfalls von Marvel bestätigt worden: “Thor: Ragnarok”. Für mich kam diese Nachricht etwas unerwartet, ist aber eine willkommene Überraschung. Thor und Hulk haben in den Filmen schon immer eine gewisse Chemie und ich bin äußerst gespannt, wie Bruce Banner dem Gott zu Seite stehen wird und mal ehrlich, nach dieser Ankündigung wollen wir Hulk doch alle in Asgard wüten sehen.

So viele Statuen…

Ich habe euch ja bereits von diversen Statuen aus dem Hause Sideshows berichtet (die mir im übrigen noch immer keiner geschenkt hat…) und vor kurzem haben sie wieder zwei neue Figuren ihrem Sortiment hinzugefügt. Aquaman (Link) und Green Lantern (Link). Diese sehen wirklich fantastisch aus und der Detailgrad der Figuren ist typisch für Sideshows – leider aber auch der Preis. Mittlerweile könnte man sich schon eine kleine Justice League Truppe zusammenstellen, nur wenn man sechs oder sieben Mitglieder haben möchte und manche satte 430$ kosten, sind wir schon bei knapp 3.000$ die man da investieren kann. Es hilft nichts, immer positiv denken – irgendwann hat man sie alle, vielleicht…

Film der Woche: Equilibrium

“…without love, without anger, without sorrow, breath is just a clock ticking.” – Mary

  • Directed by Kurt Wimmer
  • Produced by Jan de Bont, Bob & Harvey Weinstein
  • Written by Kurt Wimmer
  • Starring Christian Bale, Taye Diggs
  • Music by Klaus Badelt
  • Cinematography Dion Beebe

Equilibrium ist ein außergewöhnlicher Film und diesen nach so vielen Jahren mal wieder zu sehen ist ein spannendes Unterfangen. Zum einen sehen zwar manche CGI Effekte nicht mehr ganz so State-of-the-art aus, doch im großen und ganzen ist er gut gealtert. Vor allem die Kampfszenen, ja ich gebe zu, sie sind oft übertrieben, finde ich immer noch gut gemacht, vor allem passen sie gut in den Kontext des Films. In einer Gesellschaft ohne Gefühle ist alles auf Effektivität und statistische Wahrscheinlichkeit ausgelegt – eben auch die Kampfkunst.

Apropos Gesellschaft: Der große Fortschritt, wie vom allwissenden Diktator, Verzeihung Father, hat ja eher nicht stattgefunden. Viel mehr gleicht die ganze Stadt einer großen Sekte, die zurück ins Mittelalter gereist ist: Riesige Bauten aus Beton, Father als neuer Gott, das Medikament Prosius als ihre Hostie und (Hexen)Verbrennung als ultimative Strafe. Die Ausstrahlung des Films ist beklemmend, man möchte jeden einzelnen Schütteln, damit er aufwacht und aus diesem Irrsinn lostritt.

Mir gefällt der Film ziemlich gut und dass dieser gerade einmal fünf Millionen Dollar eingespielt hat, ist etwas schade, denn die Idee ist wirklich gut und Christian Bale geht immer – egal was oder wen er spielt.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine angenehme Woche!

bis demnächst
Chris