Death of Wolverine #2

Da mich die erste Ausgabe sehr begeistert hat, konnte ich es kaum erwarten die nächste in Händen zu halten und ich muss sagen die Autoren leisten eine hervorragende Arbeit. Es ist leider zu oft der Fall, dass solche Events bzw. Miniserien an sich, an Qualität verlieren. Dies ist hier allerdings nicht der Fall. Das Tempo wird etwas gedrosselt und das Team konzentriert sich auf eine Handvoll Charaktere, was der Geschichte eine andere dynamik verleiht…

“Hey, Darling” – Logan

Seit dem Handlungsbogen aus der vorherigen Ausgabe ist nicht viel Zeit vergangen. Es hat sich im letzten Panel bereits angedeutet, dass Viper einer der Drahtzieher zu sein scheint, die das Lösegeld auf Wolverine ausgesetzt hat und Logan macht sich natürlich auf den Weg zu ihr. Hier setzt die Geschichte nun auch an – er reist nach Madripoor, um durch das Einfädeln eines Deals (er möchte ihr einen Iron Man Helm verkaufen) an Viper heran zu kommen.

Wie gesagt, ist mir als erstes das Erzähltempo aufgefallen. Das Ganze scheint ruhiger abzulaufen und den wenigen Charakteren, die eine Rolle spielen, wird mehr Raum zugesprochen. Durch die hervorragenden, detaillierten Zeichnungen von Steve McNiven, Jey Leisten und Justin Ponsor ändert sich die Atmosphäre, so als sei dies die letzte Ruhe vor dem Sturm. 

Natürlich kommt die Action auch nicht zu kurz. Es gibt einen wunderbaren Kampf zwischen Wolverine und Vipers Sklaven Sabretooth. Das Panel in dem er eingeführt wirkt strotzt nur so von Zeichen der Bedrohung. Dunkle Farben, eine aggressive, angriffslustige Haltung und die Tatsache, dass er aus dem Panel zu quillen scheint, treiben die Vorfreude auf die Spitze. Selbstverständlich gibts es zum Schluss noch einen Twist, den ich schon überraschend gefunden habe, außerdem weckt er das Interesse auf den dritten Teil.

Im Anhang finden sich auch wieder ein paar Bonusseiten. Auch wenn es diesmal nicht so ausführliches Material ist, wie im letzten Heft, bekommt man wieder einen netten Einblick in die Entstehungsgeschichte präsentiert.

Viel Vergnügen und bis demnächst
Chris